Dienstag, 12. Februar 2013

[Montagsfrage] Wie sortierst du deine Bücher?

Eigentlich hatte ich den Link zur Montagsfrage schon gestern bei Facebook gesehen und wollte was dazu posten. Aber dann wurde ich von einer plötzlichen Welle des widerlichen Virus niedergestreckt, dass aktuell mal wieder die Runde macht. Vier Tage habe ich es geschafft, meine Mom im Krankenhaus zu besuchen und sicher zurückzukehren, am fünften hat es mich erwischt. So langsam geht es aber wieder und ich habe meinen Todeswunsch vorerst auf später verschoben (Drama, Baby!). Also mache ich aus der Montagsfrage eine Dienstagsfrage...

Diese Woche wollte Paperthin von uns wissen:

Wie sortierst du deine Bücher? Wie wichtig ist dir Ordnung im Bücherregal? Nach welchen Kriterien sortierst du deine Bücher oder stopfst du sie einfach da rein, wo Platz ist?

Für diejenigen unter euch, die eher visuell funktionieren, habe ich einfach mal mein Bücherchaos fotografiert. In der Tat wirken meine zwei Billy-Regale nicht nur krumm und schief, sondern auch hoffnungslos chaotisch.

Als ich 2007 in diese Wohnung gezogen bin, waren die Billies die ersten Möbel, die ich aufgebaut habe. Sie waren komplett schief, aber ich war so stolz drauf. Mittlerweile ist mir das ein Dorn im Auge und ich glaube, zumindest das linke liegt in den letzten Zügen. Naja.

Im Vergleich zu vielen anderen Büchernerds habe ich (noch) gar nicht sooo viele, was daran liegt, dass ich ein strenges "Take It Or Toss It"-Regiment führe. Nur Bücher, die ich wirklich toll fand oder die zu einer Reihe gehören, die ich sehr gern mag, dürfen dauerhaft einziehen. Der Rest zieht weiter. Dazu habe ich ja auch noch einige eBooks.

Links im Bild seht ihr meine gesamten Regale, aus Platzmangel an beiden Seiten etwas abgeschnitten. In den beiden obersten linken und ganz oben im rechten Regal sind meine DVD's. Blöd sortiert, aber als die Regale links voll waren, war ich zu faul, alles umzuräumen und hab rechts weiter gemacht. Darunter ist links mein kleiner AFI-"Schrein". Die sind ja bekanntlich meine Lieblingsband und weil ich das Geld für eine Vitrine noch nicht hatte, stehen da noch teurere Vinylboxen, u.ä. Darunter sind meine CD's. Früher hatte ich ein ganzes Billy-Regal voll mit den CD-Trennern und somit auch fast voll mit CD's. Irgendwann habe ich aussortiert. Die meisten habe ich noch, aber in Schubladen. Im Regal stehen nur noch die wichtigsten.

Darunter geht es endlich los mit Büchern. Da da unten links, was so schwarz das untereste Regal verdeckt, ist mein alter kaputter Fernseher. Das Regal dahinter ist noch etwa zur Hälfte voll. In diesen beiden Regalen befinden sich gelesene Einzelbücher, die ich liebe. Sortiert sind sie alphabetisch nach Autoren.

Rechts unter den DVD's stehen in den beiden Regalen die Serien, die ich gerne lese. Auch hier habe ich alphabetisch nach Autoren sortiert. Anfangs war ich nach dem Aussehen gegangen. Als ich noch die House of Night-Serie verfolgt habe, sahen die einfach toll neben den Twilight-Romanen aus. Irgendwann wurde mir das aber zu blöd und ich habe doch auf das Alphabet umgestellt.

Das vollgepackte Regal darunter ist mein SuB. Bisher habe ich mich geweigert, dafür Platz in einem weiteren Regal zu schaffen, aber der Tag ist wohl nicht fern. Dieses Regal ist überhaupt nicht sortiert, sondern wird einfach chronologisch nach dem Kaufdatum irgendwie im Regal gelagert und gestapelt. Noch ist mein SuB zum Glück so klein, dass ich so prima klar komm.

Und ganz unten befindet sich das Regal mit Büchern, die ich gelesen habe und nicht mochte...oder zumindest nicht genug, um sie zu behalten. Sie sammeln sich da unt warten darauf, dass sie ein neues Zuhause finden. Im Moment ist es ja nur ein halbes Regal. Das geht noch. Ich werde sie aber wohl bald einpacken und zum Du liest!-Bücherschrank schleppen!

Und das Drumherum...ja, das ist mein Chaos. Spontan abgelegte Sachen, Stofftiere, Kram, den die Katzen aus irgendwelchen Gründen in das Regal gepackt haben (siehe den liegenden Waschbär ganz unten)... Ich muss das Regal dringend mal aufräumen, aber ich habe eh vor, mal umzusortieren und auch einige Sachen auf mein Expedit-Regal umzuräumen. Im nächsten Urlaub dann...

So, jetzt kennt ihr das Zuhause meiner Bücher! :)

Und wie sieht's bei euch aus? Auch chaotisch oder ganz ordentlich?

PS: Ja, da hat sich ein Äffchen ins Bild geschlichen! ;)

Donnerstag, 7. Februar 2013

"Ready Player One" von Ernest Cline

Zum Inhalt: Es ist das Jahr 2044. Die Menschen haben die Erde so gut wie zugrunde gewirtschaftet. Es gibt kaum noch Öl oder sonstige Ressourcen. Nur wenige ganz Reiche haben noch ein angenehmes Leben. Alle anderen leben in heruntergekommenen, völlig überladenen Vierteln. Doch zum Glück gibt es die OASIS, eine virtuelle Welt. Dort kann sich jeder völlig kostenfrei eine neue Identität erschaffen. Man kann heissen, aussehen und sein, was oder wer man will.

Auch Wade ist einer dieser Menschen. Im realen Leben ist er Waise, der von seiner Tante nur irgendwie geduldet wird. Er ist schüchtern, zu dick, hat kein Geld. Aber in der OASIS ist er Parzival. Zwar kann er es sich auch dort nicht leisten, seinen Charakter groß auszurüsten, aber er ist weniger schüchtern und er hat Freunde. Außerdem ist er ein Gunter, einer der Charaktere, die sich der Aufgabe verschrieben haben, das "Easter Egg" zu finden, welches der verstorbene Erschaffer der OASIS hinterlassen hat. Wer die geheimen Schlüssel findet und schwierigen Aufgaben löst und somit am Ende das "Easter Egg" findet, der erbt das gesamte Vermögen des Verstorbenen. Nach mittlerweile sechs Jahren glauben die meisten Gunter kaum noch daran, dass sie der Glückliche sein könnten, und auch Wade hat diese Hoffnung eigentlich nicht mehr wirklich. Doch dann gelingt ihm das Unglaubliche: Er findet den ersten Schlüssel. Und damit beginnt ein verrücktes Abenteuer, das Wade quer durch die ihm so lieb gewordene virtuelle Welt und durch die 1980er Jahre mit allen ihren Arcade-Spielen, ihrer wilden Gitarrenmusik und ihren Cartoonserien führt.

Infos zum Buch: Deutsche Version: "Ready Player One", Penhaligon Verlag, gebundene Ausgabe, 512 Seiten, 19,99 € | Bei Amazon kaufen
Englische Version: "Ready Player One", Arrow, Taschenbuch, 384 Seiten, 7,95 € | Bei Amazon kaufen

Meine Meinung: Was für ein krankes und gleichzeitig wunderbares Buch! Mein Kopf dreht sich immer noch von dieser wilden Reise und vielleicht sollte ich mir ein bis zwei Tage Zeit lassen, bevor ich eine Rezension dazu schreibe. Aber ehrlich gesagt, habe ich Angst, dass ich dann plötzlich alles wieder vergesse. Also, nicht alles, aber wichtige Teile. Obwohl...so richtig sicher kann ich mir auch jetzt gar nicht sein, ob ich da jetzt alles verstanden habe.

Aber mal langsam. Fangen wir von vorne an...

Die Lobeshymnen, die auf und in dem Buch abgedruckt sind, versprechen nicht zuviel: Absolute Nerds und Computerfreaks kommen hier voll auf ihre Kosten. Von den Anfängen der Computer, wie wir sie kennen, irgendwann Ende der 70er bis zu der neuesten Technologie (selbstverständlich der von 2044!) ist hier alles vertreten. Hardwarekomponenten, Spieledetails, Charakterskills...all solche Sachen werden bis ins kleinste beschrieben. Und ja, mein Kopf hat sich nicht nur einmal wild gedreht und ich habe nur noch irgendwelche Zahlen vor meinem inneren Auge vorbeihuschen gesehen. Aber komischerweise stört das kein bißchen. Klar, manche Stellen werden halt überflogen, weil man sich unter den einzelnen Bezeichnungen gerade nichts vorstellen kann. Aber meistens schafft es Ernest Cline tatsächlich, alles auch für absolut technikphobe "Noobs" (hehe!) sinnvoll zu erklären. Selbst am Ende des Buches, bei welchem die Handlung wirklich rasant wird, hatte ich nicht das Gefühl, dass ich jetzt nicht mehr folgen kann. Im Gegenteil fand ich es sogar wahnsinnig beeindruckend, mit wie viel Fantasie er diese beiden Welten erfunden und aufeinander aufgebaut hat.

Dabei fand ich besonders beeindruckend, wie realistisch diese Zukunft wirkt. Klar, dass unsere Gier, was Öl und Energie betrifft, irgendwann mal ein böses Ende nimmt, haben viele Bücher und Filme als Ausgangspunkt. Aber darüber hinaus hat Ernest Cline bis ins Detail beschrieben, wie die Welt dann aussehen könnte. Ein Beispiel dafür sind die "Stacks", übereinander getürmte Wohnwagen und mobile Häuser, in welchen die Menschen nun leben, da sie keine Möglichkeit mehr haben, mit dem Auto weitere Strecken zu überbrücken und somit alle geballt in Zentrumsnähe der großen Städte wohnen müssen. Die OASIS selbst hat er dann auf den 1980er Jahren aufgebaut, der Ära, in welcher der Erschaffer, James Halliday, selbst aufgewachsen ist. Auch hier wird alles so umfangreich beschrieben und so perfekt aufeinander aufgebaut, dass man wirklich glaubt, die OASIS wäre bereits in der Mache. Und so gesehen ist auch das wieder realistisch. Zwar gibt es bisher nichts, was auch unser reales Leben miteinbezieht, wie im Buch z.B. Wade's Schule, aber große virtuelle Welten gibt es schon als soziale Netzwerke wie Second Life oder Spiele wie World of Warcraft. Es fällt einem also nicht schwer zu glauben, dass man selbst sein Leben im Jahr 2044 auch hauptsächlich online verbringt.

Mit Wade selbst wurde ich auch sofort warm. Klar, er ist natürlich ein klein wenig der Cliché-Held für so ein Buch. Einsam, entspricht nicht dem Schönheitsideal, hat wenig Geld...der geborene Außenseiter eben. Aber eben auch in einer Welt voller Außenseiter, denn eigentlich flüchten sich ja fast alle in diese perfekte virtuelle Welt, weil ihnen das reale Leben nichts bietet. Im Gegensatz zu vielen anderen geht er damit auch erfrischend ehrlich und mit einer gehörigen Menge Sarkasmus um, was ihn schon wieder ganz herzlich und offen wirken lässt. Ebenso ergeht es einem mit seinen Freunden, welche man nach und nach besser kennenlernt. Besonders sein bester Freund Aech wächst einem wirklich ans Herz und sorgte zumindest bei mir am Ende auch für einen wirklich herzlichen Lacher.

Was jetzt wie eine Art SciFi-Buch für Nerds klingt...naja, ist genau das, stellenweise. Aber darüber hinaus bietet das Buch auch noch so viel Abenteuer, Spannung und, ja, sogar Romanze, dass man es einfach lieben muss und kaum aus der Hand legen will! Definitiv mein erstes Highlight dieses Jahr.

So...und jetzt entschuldigt mich, ich geh mal eben eine Runde virtuelle Monster töten. Vielleicht finde ich da auch irgendwo ein paar Billiönchen, die jemand irgendwo versteckt hat. ;)

Bewertung:

Dienstag, 5. Februar 2013

[Bloggeraktion] Blogger schenken Lebensfreude

Ich habe vor kurzem eine Mail von zwei Bloggerinnen, Christina und Dagmar, bekommen, die sich zum Welttag des Buches am 23.04.2013 eine Aktion ausgedacht haben: Blogger schenken Lebensfreude!

Es geht darum, dass Blogger ein Buch ein ihre Leser verschenken. Aber am besten lest ihr euch einfach den Infotext der beiden selbst durch:

Blog den Welttag des Buches - Blogger schenken Lesefreude! 

Wir Buch-Blogger sind Botschafter in Sachen Lesefreude und deswegen ist der Welttag des Buches unser Tag! An diesem besonderen Feiertag wollen wir die Welt mit unserer Begeisterung für Bücher anstecken. Wir werden bloggen wie die Wilden und wir werden Bücher verschenken! 
Wer kann mitmachen?
Alle buchbegeisterten Blogger – egal ob Buch-Blog, Autoren-Blog, Alltags-Blog, Tech-Blog und egal, auf welcher Plattform gebloggt wird. Auch reine Facebook-Fanpages sind willkommen! 
Wie lautet der Plan?
Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ein Buch verlosen. Natürlich sind wir neugierig, warum ihr euch gerade für dieses Buch entschieden habt! Ist es ein Buch von einem Lieblingsautor, ein unentdecktes Buchjuwel, ein Buch aus Kindertagen oder ein Überraschungstitel?
Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren eure Beiträge. Verlost werden die Bücher am 30. April. 
Wo kann ich mich anmelden?
Mit diesem Formular:
https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?formkey=dGhOdlhaWDBEc3o5WGxQeEdQUzRnSEE6MQ
Wir benötigen deine Blog-Url, den Namen des Blogs, deine E-Mail-Adresse, deine Facebook-Fanpage (falls vorhanden) und den Titel des Buches, das Du verschenken möchtest. Falls Du den Titel noch nicht festlegen möchtest, kannst Du ihn auch nachmelden.

Was macht ihr mit diesen Angaben?
Wir sammeln alle teilnehmenden Blogs und veröffentlichen auf Facebook und Twitter, welcher Blog welches Buch verschenkt. 
Wer steckt hinter der Aktion?
Gestartet wurde diese Gemeinschaftsaktion von Christina von http://pudelmuetzes-buecherwelten.de/ und Dagmar alias http://geschichtenagentin.blogspot.de/. Aber das finden wir nicht wichtig – für uns ist das eine Gemeinschaftsaktion von buchbegeisterten Bloggern für lesebegeisterte Menschen! 
Ich habe noch Fragen!
Für weitergehende Fragen haben wir ein Forum eingerichtet und eine Facebook-Seite:
http://www.carookee.net/forum/BlogdenWelttagdesBuches/
www.facebook.com/BloggerschenkenLesefreude 
Wie bleibe ich auf dem Laufenden?
Alle Neuigkeiten über die Aktion posten wir auf Facebook und auf Twitter :
http://www.facebook.com/BloggerSchenkenLesefreude
https://twitter.com/BlogdenWelttag 
Lasst uns den Welttag des Buches gemeinsam feiern – Wir Blogger, Wir Leser, Wir Buch-Fans!
Ich finde die Aktion klasse und werde auch teilnehmen. Ein Buch habe ich mir auch bereits ausgesucht, aber welches, das verrate ich erst am 23.04.!

Montag, 4. Februar 2013

Mini-SuB Februar 2013

Eigentlich ist ja jetzt schon fast Mitte Februar, aber ich habe mich jetzt mal dran gesetzt, um mir einen kleinen Mini-SuB für diesen Monat zusammenzustellen, sonst wird das nie was für meinen SuB-Abbau.

Wie immer habe ich auch zwei kleine Challenges von Lovelybooks dabei: Das Themenlesen und die Buchempfehlungen.

Beim Themenlesen geht es im Februar um Bücher, die etwas Rotes im Cover haben, deren Hauptfarbe aber nicht Rot ist. Zuerst dachte ich, dass ich da sicher nur so 2-3 Bücher finden werde, aber bei genauerer Betrachtung kamen gleich 9 Bücher in Frage. Die werde ich nie alle schaffen, daher habe ich mir drei davon ausgesucht, wovon ich zwei auf jeden Fall lesen möchte.


Mit "Ready Player One" bin ich schon zur Hälfte durch. Ich habe mich noch nicht entschieden, welches der anderen beiden Bücher ich auf jeden Fall danach lesen möchte. Ich tendiere ja zu "Paper Towns", weil ich endlich meine John Green-Bücher alle lesen möchte. Und naja, vielleicht schaffe ich es ja auch endlich, den "Kinderdieb" zu beenden, der ja auch zum Thema passen würde. Warum das bei mir so lange dauert, erfahrt ihr dann irgendwann mal in der Rezi dazu.

Bei den Buchempfehlungen habe ich für diesen Monat "Night School. Du darfst keinem trauen" ausgewählt bekommen. Das Buch habe ich auf meinem Kindle und es stammt aus den Gratis-Tagen. Ich hatte für Februar "Jugendbücher" als Thema für meine Auswahlliste genommen und "Night School" hat mit 14 Stimmen wirklich haushoch gewonnen. Da bin ich mal sehr gespannt, habe aber auch wenig Angst. Denn der zweite Teil kam ja gerade auf den Markt und wenn mir der erste gefällt, will ich diesen sicher auch bald haben. Vonwegen SuB-Abbau! *lach*

Sonntag, 3. Februar 2013

[Blurb] Always Look on the Bright Side of Life...

Wie mies ist das denn? Da habe ich eine Woche frei und seit Donnerstag liege ich platt! Der Rücken. Zuerst tat es Mittwoch Abend ein bißchen weh, aber am Donnerstag habe ich mich, stur wie ich bin, trotzdem zum Friseur und in die Stadt gequält. Da konnte ich aber nur einen Kaffee mit einer Freundin trinken und bin dann gekrümmt wie Quasimodo nach Hause gehumpelt. Autofahren ging zum Glück relativ schmerzlos, da es hauptsächlich in der Hüfte weh tat und die muss ja kaum was halten, wenn man sitzt.

Am Freitag ging es dann etwas besser, aber gestern lag ich komplett platt. Ich kam nichtmal aus dem Bett und musste schließlich einen Notarzt rufen, der mir eine dicke Spritze gesetzt und traumhafte Pillchen dagelassen hat. Und wie sollte es anders sein: Die Wohnung sah mal wieder aus wie ein Schlachtfeld! Wie immer, wenn ich einen Arzt rufe. Ich warte schon darauf, dass irgendwann mal jemand vom Amt vor der Tür steht, der mir Hilfe anbietet, weil ich als Messy gemeldet wurde. Aber ich konnte ja wirklich seit Mitte der Woche kein Stück hier machen. :(

Naja, nachdem ich mich gestern Nachmittag doch aus dem Bett quälen konnte, sitze ich ständig mit einer Wärmflasche im Rücken rum und freue mich über jede Bewegung, die ich schmerzfrei hinter mich bringe. Und hoffe, dass ich morgen zur Arbeit kann. Soweit ist es gekommen, ich freue mich auf die Arbeit!

Aber da ich ja nicht alles schwarz sehen will, habe ich sogar drei gute Seiten meiner Misere erkannt:

  1. Die Weiße Buchwoche bei der Mayerschen ist ohne Buchkauf an mir vorbeigezogen
  2. Ich habe auch sonst nur sehr wenig Geld ausgegeben diese Woche
  3. Ich konnte mehr lesen
Damit kann ich leben. Und da es langsam auch nicht mehr so wehtut, kann ich mittlerweile auch über mein eigenes Unglück lachen. Naja...es sind ja auch nur vier Wochen bis zum nächsten Urlaub!



"Der Terminal Mann" von Sir Alfred Mehran

Zum Inhalt: Wenn Menschen verreisen, fängt das oft mit einem Aufenthalt im Flughafen an. Man wartet, kauft etwas ein, trinkt einen Kaffee... Am Ende steigt man in einen Flieger und reist an sein Ziel. Nicht so "Sir Alfred". Denn er lebt im Flughafen. Weil er keine andere Wahl hat. Seit 1988 bleibt ihm nichts anderes übrig, als im Pariser Flughafen Charles de Gaulle darauf zu warten, dass die unerträgliche Bürokratie zwischen den Staaten es ihm endlich ermöglicht, dass er legal das Flughafengelände verlassen darf. Denn nachdem ihm seine Papiere gestohlen wurden, erlaubt ihm kein Land die Einreise. Belgien wiederum, die ihm die Papiere ersetzen können und müssen, werden dies nur tun, wenn er selbst vor Ort ist. Ein Teufelskreis also, bei welchem er selbst völlig hilflos ist. Und so wird der Flughafen sein Zuhause und er selbst Teil des Ortes, den andere nur als Zwischenstopp sehen.

Infos zum Buch: "Der Terminal Mann", Ullstein, Taschenbuch, 239 Seiten, -,-- € (aktuell scheinbar nicht erhältlich und auf meinem Mängelexemplar ist der Preis durchgestrichen)

Meine Meinung: Was für eine unglaubliche Geschichte! Gehört hatte ich dadurch selbstverständlich schon durch den Hollywoodfilm "Terminal" mit Tom Hanks. Dieser basiert jedoch nur grob auf der Geschichte von Sir Alfred Mehran, denn der kommt ursprünglich aus dem Iran und will auch nicht in die USA einreisen. Trotzdem ist die Geschichte für mich immer noch völlig unglaublich. Wenn es nicht auf einer wahren Begebenheit beruhen würde, ich würde wohl kritisieren, dass der Autor hier maßlos übertreibt. Dass die Bürokratie manchmal schon verrückt ist und einen in den Wahnsinn treiben kann, ist ja nichts Neues. Dass jemand jedoch über ein Jahrzehnt in ihrem Wirrwarr gefangen sein kann, ohne dass irgendjemand Verantwortliches einfach auch mal was unternimmt, ist doch völlig gaga!

Interessant war das Buch daher allemal. Ich fand es auch spannend zu erfahren, wie Sir Alfred denn eigentlich in diese Lage geraten ist. Denn das ist zwar sehr komplex, aber Schritt für Schritt verständlich erklärt, auch für Nicht-Bürokraten.

Dennoch konnte mich das Buch nicht völlig überzeugen, weil die Aufbau und Schreibweise einfach sehr sprunghaft sind. Es wechselt zwischen langen Passagen, in welchen abwechselnd die Geschehnisse beschrieben werden, die halt den ganzen Tag über so vorkommen und die Geschichte, wie Sir Alfred überhaupt den Iran verlassen und was er vor seinem Leben am Flughafen erlebt hat, und ganz kurzen Ausschnitten aus Tagebucheinträgen, die seinen Tagesablauf so schildern. Dabei fand ich es schwierig, eine Beziehung zu ihm aufzubauen, denn er wirkt wie ein sehr reservierter Typ. Emotionen kommen dabei kaum auf und irgendwann hat mich dadurch sein Tagesablauf auch gar nicht mehr interessiert. Nachdem die Neugier einmal gestillt war, wie es denn zu dieser verrückten Ausgangslage gekommen ist, hätte ich das Buch auch gut und gerne wieder aus der Hand legen können. Da fand ich es dann auch ganz angenehm, dass das Buch so dünn und durch seine Tagebuchform auch schnell gelesen ist.

Mein Fazit ist, dass es auf jeden Fall eine interessante Lebensgeschichte ist, die aber leider schlecht erzählt wird und dadurch den Leser nicht fesselt. Interessant fand ich später lediglich, mich selbst in seine Lage zu versetzen.

Bewertung:

Freitag, 1. Februar 2013

Aus meinem Kindle #1

Da ich euch ja auch mehr oder weniger regelmäßig meine neuen Bücher präsentiere, habe ich mir schon überlegt, wie ich da meine eBooks unterbringe. Bei anderen habe ich gesehen, dass sie die Cover davon fotografieren, wozu ich aber eigentlich zu faul bin. Außerdem sehe ich eBooks irgendwie auch immer noch anders als "normale" Bücher. Viele davon kaufe ich nicht, sondern bekomme sie in Gratisaktionen bei Amazon. Und irgendwie finde ich es auch netter, sie dann in ihren eigenen Post zu packen.

Hier sehr ihr, welche eBooks ich aktuell ungelesen auf dem Kindle habe. Da ich neue eBooks hier noch nie angesprochen habe, kann ich euch auch einfach die Liste der ungelesenen zeigen. Später mache ich dann wohl eine extra für neue Exemplare für den Blog...

"Die Treppe im See" von Ronald Malfi
Mit dem Buch habe ich mich heute erst wieder versündigt. Nichts Böses ahnend war ich bei Facebook unterwegs und da hat die böse Mayersche  einen Link zu ihrem Blog gepostet, wo ein Mitarbeiter (Azubi?) von diesem Buch geschwärmt hat. Also trollte ich mich gleich zu Amazon rüber, um es auf meine Wunschliste zu setzen und da habe ich gesehen, dass es das eBook für nur 4,99 € gab. Weil ich ja weiß, dass Amazon ganz oft schwankende Preise dank Sonderaktionen hat, habe ich lieber gleich zugeschlagen, denn das Buch klingt ganz nach meinem Geschmack. Horror ohne Gemetzel!

"Die Sturmkönige (Dschinnland #1)" von Kai Meyer
Unter Kindle-Besitzern sicher oft vertreten, denn es war Teil der Gratis-Tage. Da ich immer schon ein Buch von Kai Meyer lesen wollte, dachte ich mir, dass dieses eBook wohl extra für mich angeboten wurde und musste es gleich laden.

"Dreizehn Stunden" von Deon Meyer
Noch ein Gratis-eBook. Sooo umwerfend fand ich die Kurzbeschreibung dieses Krimis jetzt nicht, aber da es gratis war, gebe ich ihm eine Chance.

"Vampir à la carte" von Lynsay Sands
Ich schwöre, ich habe auch eBooks, die nicht gratis waren auf dem Kindle! Dieses gehört allerdings nicht dazu. Ich bin ja kein großer Fan von den ganzen Vampir-Romanzen, die seit ein paar Jahren den Markt überschwemmen, aber dieses klang doch immerhin ganz witzig. Später habe ich aber erfahren, dass es Teil einer Reihe ist - und nicht der erste! -, sodass ich jetzt gar nicht weiß, ob ich es wirklich lesen werde.

"Der Präsident" von David Baldacci
Ich glaube, das war das erste Buch, das es bei den Gratis-Tagen gab. Deshalb habe ich es mehr oder weniger enthusiastisch geladen und gleich wieder vergessen. Meine Mama hat es sich aber als erstes Buch überhaupt auf ihren neu gegönnten Kindle geladen und erzählt mir seitdem ständig, wie toll und spannend es ist. Deshalb will ich es unbedingt bald auch lesen.

"Zwei an einem Tag" von David Nicholls
Naja...ich habe das Taschenbuch schon ewig im Schrank stehen, auf Englisch. Als ich es bei den Gratis-Tagen sah, war ich zunächst unschlüssig. Eigentlich lese ich Bücher lieber im Original, sofern möglich und in einer Sprache, die ich verstehe (also Englisch oder Deutsch). Andererseits ist das hier auf dem Kindle und so viel praktischer. Also habe ich es einfach mal geladen und guck dann mal, wo und wie ich es lese.

"Mr. K" von J.A. Konrath
Auch wieder ein Gratis-eBook, welches mich aber von der Beschreibung gleichzeitig gefesselt und abgestoßen hat. Ich bin mir fast sicher, dass es eklig wird, aber das sind die Bücher von Simon Beckett auch und die liebe ich.

"Night School #1: Du darfst keinem trauen" von CJ. Daugherty
Das war zwar auch bei den Gratis-Tagen dabei, aber es ist auch ein Buch, von dem ich schon soooo viel gehört habe und das ich schon mehrfach angegafft hatte. Deshalb musste ich es natürlich auch sofort auf den Kindle laden. Und bei den Buchempfehlungen für Februar auf Lovelybooks hatte ich es mit in meine Liste aufgenommen, die ich für diesen Monat selbst unter das Motto "Jugendbücher" gestellt hatte und dort hat es die meisten Stimmen bekommen. Das heisst, ich werde es auf jeden Fall im Februar lesen.

"Consequences" von Aleatha Rornig
Seht ihr? Es gibt eBooks, die nicht gratis waren! Dieses ist eines davon. Ich hatte es irgendwann mal bei irgendwem auf Goodreads gesehen und fand den Titel ansprechend, also habe ich bei Amazon nach einer Kurzbeschreibung gesucht. Da hat es als eBook dann nur ein paar Euro gekostet und ich habe nicht lange überlegt und es gleich gekauft. Die Kurzbeschreibung klingt allerdings doch so schräg, dass es nie in die engere Wahl zu fallen scheint, wenn ich mir überlege, was ich als nächstes lesen werde.

"Good to be God" von Tibor Fischer
Ich glaube, das Buch war auch Teil einer Aktion, günstige englische eBooks oder so. Jedenfalls ist es schon sehr, sehr lang auf meinem Kindle und obwohl ich die Beschreibung wirklich mag und es sehr interessant finde, habe ich es bisher nicht gelesen. Vielleicht sollte ich bei den nächsten Buchempfehlungen einfach mal nur eBooks in meine Liste aufnehmen und die Leute abstimmen lassen.

"Hollowland (The Hollows #1) von Amanda Hocking
Wie bereits mehrfach berichtet, hat mir ja das erste Buch der "Trylle"-Trilogie von Amanda Hocking sehr gut gefallen. Ich mag ihren Schreibstil und finde, dass sie für ihr Alter sehr viel Fantasie und Liebe zum Detail hat. Als ich auf Goodreads davon berichtet habe, hat mir jemand von "The Hollows" erzählt, einer weiteren Reihe der Autorin. Und auch da habe ich das eBook für wenig Geld bei Amazon gefunden.

"Pictures of You" von Caroline Leavitt
Auch wieder so ein Buch, das sich schon ewig auf meinem Kindle befindet. Im Gegensatz zu "Good to be God" muss ich sagen, dass mich aber auch die Kurzbeschreibung gar nicht mehr sooo sehr anspricht. Um ganz, ganz ehrlich zu sein, habe ich es, glaube ich, hauptsächlich deshalb geladen, weil mich der Titel an The Cure erinnert hat. Da sieht man auch mal wieder, warum eBooks für mich immer noch nicht auf einer Stufe mit "richtigen" Büchern stehen. Man überlegt sich einfach viel weniger, ob und was man lädt / kauft und hat viel weniger Bezug zu seinem digitalen SuB. Ich zumindest.

"The Selection" von Kiera Cass
Manno! Ich will dieses Buch unbedingt bald lesen! Fast ein Jahr lang dümpelt es nun ungelesen auf meinem Kindle rum und ich starre es immer wieder an und weiß selbst nicht, warum ich es noch nicht gelesen habe. Und die lieben Leute bei Lovelybooks sind mir auch keine Hilfe, weil sie nie dafür abstimmen! Vielleicht sollte ich mir als Ziel setzen, dieses verdammte eBook nächsten Monat endlich zu lesen!!!