Ich wurde getaggt! Diesmal von der lieben Sharon. Diesmal muss ich 11 von ihr gestellte Fragen beantworten, dann eigene ausdenken und dann (eigentlich) 10 Blogs mit weniger als 200 Followern taggen, also los:
1. Welches Buch steht bei Dir ganz oben auf der Wunschliste?
Aktuell bin ich ganz scharf auf "Starters" von Lissa Price. Aber eigentlich habe ich keine wirkliche Sortierung in meiner Wunschliste, sondern gucke halt, was ich im Buchhandel bekomme oder oft auch, was Amazon gerade im Angebot hat (bei englischen Büchern).
2. Wie suchst Du dir deine neuen Bücher aus?
Das ist ganz unterschiedlich. Mal durch Empfehlungen und Rezensionen anderer, mal beim Stöbern.
3. Wo kaufst Du am liebsten deine Bücher?
Auch da hab ich keine wirkliche Präferenz. Ich geh zwar gerne durch eine Buchhandlung, nuckel aber auch gern gemütlich auf dem Sofa an meinem Kaffee, während ich Amazon & Co. durchstöber.
4. An welchen Ort liest Du am liebsten?
Aktuell am liebsten auf meinem Balkon (Warm! Sonne! O.O ), sonst aber auch auf dem Sofa, meinem Kuschelsessel, im Bett, im Büro, im Café...überall!
5. Was musst Du umbedingt beim lesen dabei haben?
Also, uuuuunbedingt nur ein Lesezeichen. Aber gern auch einen Kaffee.
6. Gibt es eine Buchrichtung die Du gar nicht magst?
Mit Krimis tue ich mich schwer. Besonders deutsche. Da fehlt mir oft die Spannung und die Ermittler sind zu unsympathisch.
7. Welches Buch hat Dich als letztes total umgehauen?
Puh, "umgehauen" ist echt schwierig. Am tollsten fand ich zuletzt "Grimm" von Christoph Marzi, überraschend spannend und flüssig war aber auch "Blutige Stille" von Linda Castillo.
8. Warst Du schonmal auf einer Buchmesse und hat es Dir gefallen?
Ich war 2011 auf der Frankfurter Buchmesse und fand es auch wirklich schön. Allerdings ist es da auch sehr chaotisch, voll und riesig. Dadurch ist es so leicht, Sachen zu verpassen und sich zu verlaufen. Man sollte sich vorher am besten wirklich eine strenge Tagesplanung anlegen, denn "einfach mal hinfahren und gucken" bringt einen leider nicht weiter.
9. Hast Du einen Lieblingsverlag?
Keinen wirklichen Lieblingsverlag, aber ich stelle immer wieder fest, dass ich ganz oft Bücher vom Penhaligon und vom Blanvalet Verlag lese. Im englischen Bereich am ehesten von HarperCollins und Penguin. Allerdings achte ich gezielt überhaupt nicht auf den Verlag und kann auch selten sagen, welche Unterverlage zu welcher "Mutter" gehören, welchen Genres sie sich verschrieben haben, etc.
10. Was magst Du lieber Romance oder Fantasy?
Uff...beides?! Es kommt immer auf das Buch an, aber generell glaube ich, dass Fantasy mich mehr anziehen würde.
11. Jetzt hätte ich gerne noch gewusst, hast Du ein Buchtip für mich?
Auf englisch "How to Kill a Rockstar" von Tifannie DeBartolo, auf deutsch "Das verbotene Zimmer" von Sam Hayes
Und jetzt die von mir gestellten Fragen:
01. Bei Verfilmungen: Erst das Buch lesen oder den Film gucken?
02. Bei welcher Bücherreihe wartest du gerade sehnsüchtig auf den nächsten Teil?
03. Lässt du dich im Buchhandel auch gern beraten oder stöberst du lieber selbst?
04. Welches Buch aus der Pflichtlektüre in der Schule hat dir richtig gefallen?
05. Welchen Film hast du dir zuletzt angesehen?
06. Liest du auch mal in der Öffentlichkeit (z.B. im Café) oder kommst du dir da blöd bei vor?
07. Hast du (außer dem Blog) auch selbst schonmal was geschrieben?
08. Wenn du dich jetzt gleich auf den Weg zum Flughafen machen und irgendwohin fliegen könntest, wohin würde die Reise gehen und was würdest du da machen?
09. Jemand schleppt dich in den Buchladen und du darfst dir fünf Bücher aussuchen. Welche fünf sind das?
10. Was schreit für dich "Sommer"?
11. Würdest du gerne mal eine Zeit lang oder für immer woanders leben?
Ich tagge (10 Blogs konnte ich nicht finden, bei Followern habe ich nur die über GFC angezeigten gezählt):
Themistokeles 100.000 Bücher
Deborahs Bücherhimmel
Jennas Bücherwelt
Lisas Bücherparadies
Cuchilla Pitimini
...und jeden, der die Fragen sonst noch gern beantworten möchte!
Tags und ich sind ja insofern noch keine so engen Freunde, dass ich mich mit dem Weitergeben immer schwer tue. Ich hab dann immer ein schlechtes Gewissen, weil ich niemanden nerven möchte. Erstmal ist es immer schwierig, passende Blogs zu finden, die noch nicht getaggt wurden und dann möchten viele das ja auch nicht. Deshalb kurz ein paar Worte dazu, wie ich die von mir getaggten Blogs ausgewählt habe:
Zuerst gehe ich die ersten 1-2 Seiten des Blogs durch und schaue, ob es schon einen Eintrag zu dem Tag gibt. Dann schaue ich mich im Blog um und versuche einen Hinweis darauf zu finden, ob derjenige Tags mag oder nicht. Ich empfehle daher übrigens jedem, der das nicht möchte, einfach einen kurzen Hinweis zu hinterlassen. Den habe ich bei vielen gefunden und respektiere natürlich deren Wunsch. Wer trotzdem gegen seinen Willen getaggt wurde, großes Sorry.
Niemand ist gezwungen teilzunehmen und niemand ist euch böse, wenn ihr es nicht tut. :)
Donnerstag, 20. Juni 2013
"Blutige Stille" von Linda Castillo
Zum Inhalt: In Painters Mill leben die Amischen in Einklang mit den anderen Bürgern. Bis plötzlich ein furchtbarer Mord geschieht. In einer Nacht wird die gesamte Plank-Familie ausgelöscht. Warum gerade diese Familie? Liegt es daran, dass sie Amische waren? Und warum die extreme Brutalität? Diese Fragen muss Kate Burkholder im Zuge ihrer Ermittlungen klären.
Infos zum Buch: "Blutige Stille", Fischer, Taschenbuch, 400 Seiten, 8,99 € | Bei Amazon kaufen
Meine Meinung: Ich bin ja immer vorsichtig, was Krimis und Thriller angeht. Irgendwie bin ich da schon zu oft auf eine vermeintlich spannende Geschichte reingefallen und meistens kann ich gar nicht nachvollziehen, warum diese Genres so viele Anhänger haben.
"Blutige Stille" stand allerdings schon ewig auf meiner Wunschliste. Der Inhalt klang einfach so "anders" und mal richtig interessant. Ich find das Leben der Amischen an sich schon sehr interessant. Nicht, dass ich selbst Interesse daran hätte, auf all die modernen Annehmlichkeiten zu verzichten. Aber ich finde es einfach spannend, darüber zu lesen, wie diese Menschen das meistern. Das kommt auch hier nicht zu kurz. Wobei ich nicht sagen will, dass es endlose, langweilige Erklärungen gibt. Aber dadurch, dass Kate Burkholder selbst einmal Teil dieser Gemeinde war, werden solche Hintergrundinformationen immer wieder im Lesefluss untergebracht und sorgen eher dafür, dass man manche Sachen besser versteht.
Das Buch ist tatsächlich so spannend geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte. Auch die Nebenhandlung zwischen Kate und John Tomasetti habe ich nicht als störend oder langweilig empfunden, wie es mir oft bei eben solchen geht. Erst während des Lesens habe ich erst mitbekommen, dass das Buch Teil 2 einer Serie ist. Etwas blöd war dann halt, dass ein paar Geschehnisse der Nebenhandlung vom ersten Teil erwähnt wurden. Da ich vom Schreibstil von Linda Castillo so angefixt bin, will ich den jetzt natürlich lesen und bin etwas angesäuert, dass ich den Teil der Geschichte jetzt schon kenne bzw. vermute. Aber naja...man hätte ja auch vorher recherchieren können, nö?!
Der einzige, aber dafür große, Kritikpunkt ist, dass die Geschichte zum Ende hin an Spannung verlor. Erst hat sich Kate für meinen Geschmack nur etwas in den Ermittlungen verrannt, was an der Stelle aber auch gepasst hat. Dann kam es aber zur Lösung des Falls und die war für mich einfach viel zu unspektakulär, das Motiv irgendwie schwammig und insgesamt nicht ganz glaubwürdig. Da die Geschichte an sich so ungewöhnlich und spannend war, hat das die Geschichte irgendwie nach unten gezogen. Schade.
Bewertung:


Infos zum Buch: "Blutige Stille", Fischer, Taschenbuch, 400 Seiten, 8,99 € | Bei Amazon kaufen
Meine Meinung: Ich bin ja immer vorsichtig, was Krimis und Thriller angeht. Irgendwie bin ich da schon zu oft auf eine vermeintlich spannende Geschichte reingefallen und meistens kann ich gar nicht nachvollziehen, warum diese Genres so viele Anhänger haben.
"Blutige Stille" stand allerdings schon ewig auf meiner Wunschliste. Der Inhalt klang einfach so "anders" und mal richtig interessant. Ich find das Leben der Amischen an sich schon sehr interessant. Nicht, dass ich selbst Interesse daran hätte, auf all die modernen Annehmlichkeiten zu verzichten. Aber ich finde es einfach spannend, darüber zu lesen, wie diese Menschen das meistern. Das kommt auch hier nicht zu kurz. Wobei ich nicht sagen will, dass es endlose, langweilige Erklärungen gibt. Aber dadurch, dass Kate Burkholder selbst einmal Teil dieser Gemeinde war, werden solche Hintergrundinformationen immer wieder im Lesefluss untergebracht und sorgen eher dafür, dass man manche Sachen besser versteht.
Das Buch ist tatsächlich so spannend geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte. Auch die Nebenhandlung zwischen Kate und John Tomasetti habe ich nicht als störend oder langweilig empfunden, wie es mir oft bei eben solchen geht. Erst während des Lesens habe ich erst mitbekommen, dass das Buch Teil 2 einer Serie ist. Etwas blöd war dann halt, dass ein paar Geschehnisse der Nebenhandlung vom ersten Teil erwähnt wurden. Da ich vom Schreibstil von Linda Castillo so angefixt bin, will ich den jetzt natürlich lesen und bin etwas angesäuert, dass ich den Teil der Geschichte jetzt schon kenne bzw. vermute. Aber naja...man hätte ja auch vorher recherchieren können, nö?!
Der einzige, aber dafür große, Kritikpunkt ist, dass die Geschichte zum Ende hin an Spannung verlor. Erst hat sich Kate für meinen Geschmack nur etwas in den Ermittlungen verrannt, was an der Stelle aber auch gepasst hat. Dann kam es aber zur Lösung des Falls und die war für mich einfach viel zu unspektakulär, das Motiv irgendwie schwammig und insgesamt nicht ganz glaubwürdig. Da die Geschichte an sich so ungewöhnlich und spannend war, hat das die Geschichte irgendwie nach unten gezogen. Schade.
Bewertung:
Mittwoch, 12. Juni 2013
Neues Template
Nach langer Zeit habe ich mich mal dazu aufgerafft, mein Layout anzupassen. Das alte war zwar sehr schön, aber doch auch unpersönlich und langsam hatte ich mich an dem Rosa auch satt gesehen.
Mit der Hilfe einer ganz lieben Freundin habe ich es dann doch endlich geschafft, mir neue Farben und Grafiken ins virtuelle Haus zu holen. Und jetzt passt auch alles besser zum Namen.
Aber jetzt muss ich erstmal wieder an die (richtige) Arbeit. Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass ihr überhaupt keine Freizeit mehr habt? :(
Mit der Hilfe einer ganz lieben Freundin habe ich es dann doch endlich geschafft, mir neue Farben und Grafiken ins virtuelle Haus zu holen. Und jetzt passt auch alles besser zum Namen.
Aber jetzt muss ich erstmal wieder an die (richtige) Arbeit. Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass ihr überhaupt keine Freizeit mehr habt? :(
Mittwoch, 29. Mai 2013
[Wanderbuch] "Grimm" von Christoph Marzi
Ich lasse mit "Grimm" jetzt bald ein weiteres Buch wandern.
Wie immer findet ihr den Thread dazu hier bei Lovelybooks. Die Regeln findet ihr da auch. Da könnt ihr euch bei Interesse auch anmelden. Leider gibt es keinen guten Weg, das ganze zwischen LB-Mitgliedern und Lesern meines Blogs zu koordinieren, die da nicht Mitglied sind.
Alle meine aktuellen Wanderbücher, die gerade die Welt sehen dürfen (naja, zumindest Deutschland), findet ihr außerdem hier.
Wie immer findet ihr den Thread dazu hier bei Lovelybooks. Die Regeln findet ihr da auch. Da könnt ihr euch bei Interesse auch anmelden. Leider gibt es keinen guten Weg, das ganze zwischen LB-Mitgliedern und Lesern meines Blogs zu koordinieren, die da nicht Mitglied sind.
Alle meine aktuellen Wanderbücher, die gerade die Welt sehen dürfen (naja, zumindest Deutschland), findet ihr außerdem hier.
Dienstag, 28. Mai 2013
"The Death of Bees" von Lisa O'Donnell
Zum Inhalt: Marnie und Nelly sind noch Kinder, doch bereits auf sich allein gestellt. Denn ihre Eltern sind tot, doch das darf keiner wissen. Die Mädchen befürchten, dann getrennt zu werden und dabei haben sie sich doch nur noch gegenseitig. So verstecken sie die Leichen ihrer Eltern im Garten und hoffen, dass niemand etwas merkt. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass die alkohol- und drogensüchtigen Eltern sie im Stich lassen.
Ohne dass er die Wahrheit kennt, wird ihr verwitweter Nachbar für sie zu einer Art Ziehvater. Und so hoffen Marnie und Nelly, dass ihnen so eine einigermaßen harmonische restliche Kindheit vergönnt ist.
Infos zum Buch: "The Death of Bees", William Heinemann, Taschenbuch, 304 Seiten, 9,10 € | Bei Amazon kaufen
Meine Meinung: Das Buch haben wir in einer Leserunde bei Lovelybooks gelesen. Dabei geht es um "Contemporary YA Books", also quasi englische zeitgenössische Jugendliteratur. Deshalb hab ich natürlich erwartet, es hier mit einem Jugendbuch zu tun zu haben. Dass es bei dem Klappentext schon sehr traurig und deprimierend wird, hab ich ja irgendwie geahnt. Was ich nicht erwartet habe, war gleich schon die Splatter-Keule zum Start. Die Beschreibung, wie die Eltern sterben und wie die Mädchen diese "verstecken", das war schon wirklich unerwartet krass. Und auch später geht es immer wieder recht morbide zu. Ob das wirklich in ein Jugendbuch gehört, könnte man sich schon fragen.
Andererseits geht es so auch direkt zu Anfang schon sehr spannend zu. Man bekommt dadurch einen guten Eindruck, wie verwahrlost die Mädchen sind, in welchen Kreisen sie sich bewegen und wie abgestumpft ihre Wahrnehmung schon ist. Mit dem Tod gehen sie genauso vermeintlich locker um wie mit Drogenkonsum oder Kindesmissbrauch. Dass sie das keineswegs so leicht nehmen und dass all die Geschehnisse in ihrem Umfeld schon an ihnen nagen, kommt immer nur bröckchenweise ans Tageslicht. Soweit fand ich die Geschichte auch nachvollziehbar.
Später wurde die Geschichte für mich aber immer abstruser, die Handlungen der Charaktere immer weniger nachvollziehbar. Ich möchte nichts spoilern, aber es gab viele Momente, wo Charaktere Dinge gesagt oder getan haben, die nicht zu ihnen gepasst haben und leider wurden die Hintergründe dann auch nur mangelhaft beschrieben.
Das Buch ist in einzelne Kapitel aufgeteilt, die abwechselnd aus Marnies, Nellys und Lennies Sicht geschrieben sind. So kann man zwar die drei immerhin besser verstehen, bekommt aber auch jeden kleinen Moment aus drei Sichten dargestellt. Da die Geschichte sich sowieso schon nur sehr langsam entwickelt, krabbelt sie so noch mehr vor sich hin. Die einzelnen Kapitel sind außerdem in Jahreszeiten / Abschnitte aufgeteilt und ich kann sagen, dass die Abschnitte Frühling und Sommer (2 und 3) mich eigentlich fast nur gelangweilt haben. Nachvollziehen kann ich auch nicht wirklich, warum es diese Abschnitte gibt. Gut, sie spielen in diesen jeweiligen Jahreszeiten, aber sie ergeben in der Handlung jeweils keine wirkliche Wendung und dienen so eigentlich nur als zeitlicher Orientierungspunkt.
Das Ende fand ich persönlich besonders schlimm, weil es eigentlich überhaupt eine Antworten gibt, sondern nur noch mehr Fragen aufwirft und zusätzlich auch noch unrealistisch ist.
Schade, denn der Anfang war, wenn auch erschreckend, wirklich gut und die Idee für die Geschichte fand ich auch super. Daher reicht es immer noch für drei Kittens.
Bewertung:

Ohne dass er die Wahrheit kennt, wird ihr verwitweter Nachbar für sie zu einer Art Ziehvater. Und so hoffen Marnie und Nelly, dass ihnen so eine einigermaßen harmonische restliche Kindheit vergönnt ist.
Infos zum Buch: "The Death of Bees", William Heinemann, Taschenbuch, 304 Seiten, 9,10 € | Bei Amazon kaufen
Meine Meinung: Das Buch haben wir in einer Leserunde bei Lovelybooks gelesen. Dabei geht es um "Contemporary YA Books", also quasi englische zeitgenössische Jugendliteratur. Deshalb hab ich natürlich erwartet, es hier mit einem Jugendbuch zu tun zu haben. Dass es bei dem Klappentext schon sehr traurig und deprimierend wird, hab ich ja irgendwie geahnt. Was ich nicht erwartet habe, war gleich schon die Splatter-Keule zum Start. Die Beschreibung, wie die Eltern sterben und wie die Mädchen diese "verstecken", das war schon wirklich unerwartet krass. Und auch später geht es immer wieder recht morbide zu. Ob das wirklich in ein Jugendbuch gehört, könnte man sich schon fragen.
Andererseits geht es so auch direkt zu Anfang schon sehr spannend zu. Man bekommt dadurch einen guten Eindruck, wie verwahrlost die Mädchen sind, in welchen Kreisen sie sich bewegen und wie abgestumpft ihre Wahrnehmung schon ist. Mit dem Tod gehen sie genauso vermeintlich locker um wie mit Drogenkonsum oder Kindesmissbrauch. Dass sie das keineswegs so leicht nehmen und dass all die Geschehnisse in ihrem Umfeld schon an ihnen nagen, kommt immer nur bröckchenweise ans Tageslicht. Soweit fand ich die Geschichte auch nachvollziehbar.
Später wurde die Geschichte für mich aber immer abstruser, die Handlungen der Charaktere immer weniger nachvollziehbar. Ich möchte nichts spoilern, aber es gab viele Momente, wo Charaktere Dinge gesagt oder getan haben, die nicht zu ihnen gepasst haben und leider wurden die Hintergründe dann auch nur mangelhaft beschrieben.
Das Buch ist in einzelne Kapitel aufgeteilt, die abwechselnd aus Marnies, Nellys und Lennies Sicht geschrieben sind. So kann man zwar die drei immerhin besser verstehen, bekommt aber auch jeden kleinen Moment aus drei Sichten dargestellt. Da die Geschichte sich sowieso schon nur sehr langsam entwickelt, krabbelt sie so noch mehr vor sich hin. Die einzelnen Kapitel sind außerdem in Jahreszeiten / Abschnitte aufgeteilt und ich kann sagen, dass die Abschnitte Frühling und Sommer (2 und 3) mich eigentlich fast nur gelangweilt haben. Nachvollziehen kann ich auch nicht wirklich, warum es diese Abschnitte gibt. Gut, sie spielen in diesen jeweiligen Jahreszeiten, aber sie ergeben in der Handlung jeweils keine wirkliche Wendung und dienen so eigentlich nur als zeitlicher Orientierungspunkt.
Das Ende fand ich persönlich besonders schlimm, weil es eigentlich überhaupt eine Antworten gibt, sondern nur noch mehr Fragen aufwirft und zusätzlich auch noch unrealistisch ist.
Schade, denn der Anfang war, wenn auch erschreckend, wirklich gut und die Idee für die Geschichte fand ich auch super. Daher reicht es immer noch für drei Kittens.
Bewertung:
Samstag, 25. Mai 2013
[Lesetipp] "Make new Memory oder wie ich von vorn begann" von René Grandjean
Heute möchte ich euch einen kleinen Tipp geben, den ich selbst vor kurzem erhalten habe. Der Autor René Grandjean machte mich dabei auf sein jüngstes Werk, "Make new Memory oder wie ich von vorn begann" aufmerksam.
Na? Seid ihr auch schon neugierig? Dann sollten sich die Kindle-Besitzer unter euch beeilen, denn noch bis morgen, den 26. Mai, könnt ihr euch die Kindle-Version des eBooks kostenlos bei Amazon herunterladen.
Ich habe das bereits getan und werde es auch bald lesen, um euch meine Meinung dazu zu verraten.
Von dem Titel neugierig gemacht habe ich mir die Beschreibung auf Amazon durchgelesen und war regelrecht begeistert. Wenn das mal nicht interessant und irgendwie "anders" klingt! Aber lest selbst:
Nori Greth kehrt zurück. Rückwärts durch die Zeit ins Jahr 1985. Wieder dreizehn bekommt er die Chance, seine Kindheit erneut zu erleben. Ihm bleibt eine Woche, um den verheerenden Bombenanschlag auf das Live Aid Festival zu verhindern – das Konzertereignis der Achtziger, mit dem der Tod seines Vaters eng verknüpft ist. Und es wird schwieriger als gedacht, sich nicht in der eigenen Kindheit zu verlieren. Denn Nori hat etwas aus der Zukunft mitgebracht: sich selbst.
"Ich werde auf dieser Schaukel sitzen bleiben, meine Füße nie wieder auf den Boden stellen, der aus Sand ist. Bis jenseits der Schulhofgrenze die Atombomben zünden und alles verbrennt wie in Terminator 2. Dann wird die Hitze den Sand in grünes Glas verwandeln, auf dem ich gehen kann."
Nach seinem Debütroman „Der Sommer der Vergessenen“ präsentiert René Grandjean mit „Make new Memory oder wie ich von vorn begann“ seine Version des Coming of Age: Komisch, tragisch, unkonventionell.
Na? Seid ihr auch schon neugierig? Dann sollten sich die Kindle-Besitzer unter euch beeilen, denn noch bis morgen, den 26. Mai, könnt ihr euch die Kindle-Version des eBooks kostenlos bei Amazon herunterladen.
Ich habe das bereits getan und werde es auch bald lesen, um euch meine Meinung dazu zu verraten.
Montag, 20. Mai 2013
[Abgebrochen] "Im Land der Orangenblüten" von Linda Belago
Zum Inhalt: Juliette Vandenberg verliert schon früh ihre Eltern und daraufhin übernimmt ihr Onkel die Vormundschaft. Doch eigentlich ist er nur auf ihr Erbe aus und als er selbst einem seiner Gläubiger nicht mehr entgehen kann, bietet er diesem Juliettes Hand zum Ausgleich seiner Schulden an. Karl Leevken lebt jedoch nicht in Juliettes bisheriger Heimat, den Niederlanden, sondern in Surinam, einer niederländischen Kronkolonie in Südamerika. Also muss auch sie mit ihm dorthin ziehen.
Infos zum Buch: "Im Land der Orangenblüten", Bastei Lübbe, Taschenbuch, 720 Seiten, 8,99 € | Bei Amazon kaufen
Kurzmeinung: Ich musste das Buch nach ca. 150 Seiten abbrechen, weil ich mich an dem Punkt schon seit 100 Seiten zwingen musste, überhaupt noch zu lesen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, kein Buch abzubrechen, bei dem ich es nicht mindestens durch ein Viertel geschafft habe. Aber das Vorhaben musste ich hier vergessen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich es heute für die Leserunde zu "The Death of Bees" hätte unterbrechen müssen und dann wohl nie wieder angefangen hätte.
Was hat mir denn so schlecht gefallen? Hauptsächlich die furchtbare Schwarz-Weiß-Malerei bei den Charakteren. Ich fand Juliette geradezu widerlich süß und unschuldig. Und ihre Familie sind allesamt die typischen Bösewichte, wie man sie schon seit Jahrhunderten aus Märchen kennt. Der gierige Onkel, die böse Tante, die zickigen Cousinen... Und Karl Leevken ist dann ebenfalls platt dargestellt. Zwar gibt es einen winzigen Hoffnungsschimmer, dass bei ihm doch mehr dahinter steckt, aber eigentlich wollte ich nicht mal darüber mehr wissen. Zumal er auch absolut widersprüchlich dargestellt wird. Die Dialoge klingen in keinem Fall so, wie Juliette sie später in ihrer Erinnerung darstellt. Angeblich schreit er sie nur an und ignoriert sie, aber in den Dialogen kommen Ausdrücke wie "meine Liebe" oder "Schatz" vor. Meiner Meinung nach ist das leider einfach schlecht geschrieben.
Dazu kam noch, dass ich noch knapp 600 Seiten vor mir hatte und schon große Teile der Geschichte meine vorhersehen zu können. Es müsste schon eine extreme Wendung des Schreibstils und der Atmosphäre geben, um mich später noch wirklich zu überraschen.
Daher: Keine richtige Rezension, keine Bewertung.
Infos zum Buch: "Im Land der Orangenblüten", Bastei Lübbe, Taschenbuch, 720 Seiten, 8,99 € | Bei Amazon kaufen
Kurzmeinung: Ich musste das Buch nach ca. 150 Seiten abbrechen, weil ich mich an dem Punkt schon seit 100 Seiten zwingen musste, überhaupt noch zu lesen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, kein Buch abzubrechen, bei dem ich es nicht mindestens durch ein Viertel geschafft habe. Aber das Vorhaben musste ich hier vergessen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich es heute für die Leserunde zu "The Death of Bees" hätte unterbrechen müssen und dann wohl nie wieder angefangen hätte.
Was hat mir denn so schlecht gefallen? Hauptsächlich die furchtbare Schwarz-Weiß-Malerei bei den Charakteren. Ich fand Juliette geradezu widerlich süß und unschuldig. Und ihre Familie sind allesamt die typischen Bösewichte, wie man sie schon seit Jahrhunderten aus Märchen kennt. Der gierige Onkel, die böse Tante, die zickigen Cousinen... Und Karl Leevken ist dann ebenfalls platt dargestellt. Zwar gibt es einen winzigen Hoffnungsschimmer, dass bei ihm doch mehr dahinter steckt, aber eigentlich wollte ich nicht mal darüber mehr wissen. Zumal er auch absolut widersprüchlich dargestellt wird. Die Dialoge klingen in keinem Fall so, wie Juliette sie später in ihrer Erinnerung darstellt. Angeblich schreit er sie nur an und ignoriert sie, aber in den Dialogen kommen Ausdrücke wie "meine Liebe" oder "Schatz" vor. Meiner Meinung nach ist das leider einfach schlecht geschrieben.
Dazu kam noch, dass ich noch knapp 600 Seiten vor mir hatte und schon große Teile der Geschichte meine vorhersehen zu können. Es müsste schon eine extreme Wendung des Schreibstils und der Atmosphäre geben, um mich später noch wirklich zu überraschen.
Daher: Keine richtige Rezension, keine Bewertung.
Abonnieren
Posts (Atom)